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Zuletzt aktualisiert von bfg Regensburg am 16. Oktober 2018 - 14:40

 

 

DEMO: Der Politik des Verdrängens und Ignorierens entgegentreten

KLAUS PETER BEER - DAS WAR MORD!

Rechtsterroristische und antisemitische Anschläge werden zum traurigen Regelfall. Wahlerfolge rechter Parteien beflügeln das offene Erstarken des Faschismus. Verschwörungstheorien wie der Mythos vom großen Bevölkerungsaustausch, dem zentralen Glaubenssatz der „neuen“ Rechten, resultieren in international vernetzten Rechtsterrorismus. Der Mord an Walter Lübcke, der antisemitische Anschlag in Halle und der rassistische Anschlag in Hanau sorgten bundesweit und international für Bestürzung, Trauer und Wut. Seit 1990 starben in Deutschland über 200 Menschen durch neofaschistische Gewalt. Eine dieser Gewalttaten der extremen Rechten ereignete sich in der Stadt Amberg in der Oberpfalz. Klaus Peter Beer wurde vor 25 Jahren, am 07. September 1995, von den zwei Amberger Neonazis, Dieter Müller und Richard Lorenz, bewusstlos geschlagen und getreten. Anschließend warfen sie ihr hilfloses Opfer in die Vils, wo der gebürtige Amberger ertrank. Der Grund für seine Ermordung war allein seine Homosexualität und dass er nicht in das faschistische Weltbild seiner Mörder passte. Durch den sogenannten Vilsmord machte Amberg bundesweit Schlagzeilen. In Amberg selbst geriet der Mord schnell in Vergessenheit. Der Umgang der politisch Verantwortlichen der Stadt ist bis heute geprägt von einer Politik des Ignorierens und Verdrängens. Damit reiht sich der Mord ein in die relativierende Erzählung vom Einzeltäter, die auch die bundesweite Diskussion zum rechten Terror prägt.